Der Geisterkämpfer!?!


Vortrag Peter Tradowsky
anlässlich der Tagung und Mitgliederversammlung
von HERMES-Österreich, 16.04.2010

Bild v. Ernst Barlach „Der Geistkämpfer“ (Michael, stehend auf dem apokalyptischen Tier, Schwert nicht auf das Tier, sondern senkrecht nach oben gerichtet, als Verbindung zum Geistigen)

Die Strahlenherrschaft Michaels – zugleich mit dem Zeitgeist Michael hat der Gott Mammon seine Herrschaft angetreten, das führt Rudolf Steiner in einem Vortrag 1907 aus. Mammon, der Gegenspieler Michaels, der Gott des Geldes, ist der Führer aller niedrigen, schwarzen Kräfte. Seine Heerscharen greifen die physischen Leiber der Menschen an, um sie ins Verderben zu führen. Dadurch entstehen Bazillen und Viren. Jede Lüge erzeugt ein Bakterium oder Viren. Die Lügen des Menschen schaffen etwas Krankmachendes.

Wir haben also das Devachan, die Astralwelt, die physische Welt. Die untere Astralwelt ist diejenige, die sich heute unserer Entwicklung entgegen stellt. Sie wird regiert von dem hohen Geistwesen Mammon. Er hat Macht in der unteren Astralwelt. Es ist ihm gelungen, sich zum Weltherrscher aufzuschwingen. In der Finanzkrise hat er seine Herrschaft stabilisiert und die Staatsregierungen in seine Gewalt gebracht.

z.B. Tagesspiegel Berlin: „Schauspiel der Ohnmacht“ – Nichts gelernt aus der Krise“ „Wer zahlt für die Krise – simpel – Hoffnung – Weckung?
Heute arbeitet die Politik nur mehr „auf Sicht“ Mammon lässt „das Geld arbeiten“, die Geldlehre Mammons wird praktiziert.
Die Geldlehre, die aus michaelischen Impulsen hervorgeht, sieht den sozialen Organismus mit seinen ihm innewohnenden Gesetzen, mit der „artgerechten“ Behandlung des sozialen Organismus; sie sieht die soziale Welt als einen Organismus!
Rudolf Steiner formuliert „Kernpunkte, Urgedanken des sozialen Organismus“. Er weist darauf hin, dass sich alles im gesamten Organismus auswirkt, wie auch in unserem menschlichen Organismus – wenn Menschen in Südafrika gequält werden, wirkt sich das auch auf uns aus. Es fällt nichts heraus, die Menschheit ist eine Einheit!

Rudolf Steiner weist erstmals darauf hin, dass die Sozialität des Menschen ein Organismus ist, darin es Gesetze gibt, die man nicht verletzen darf – alle Verletzungen werden mit Blut und Schicksal geschrieben.
Rudolf Steiner nennt das Werk „Die Kernpunkte des sozialen Organismus in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft“. Unendliches Elend ist über die Menschheit gekommen dadurch, dass diese darin aufgeführten Gesetzmäßigkeiten nicht aufgegriffen, nicht angenommen wurden.

Einer dieser Urgedanken und Kernpunkte ist, dass dieser soziale Organismus kein einheitlicher, sondern ein gegliederter ist. Was auf dem einen Gebiet gut ist, ist für das andere Gebiet schlecht. Die Systeme werden heute zusammen geschoben zum Einheitsstaat – die Parteien haben alle dasselbe System, obwohl die Glieder des sozialen Organismus verschiedenartig sind.

Ein anderer Urgedanke ist: wer im Sozialen arbeitet, muss immer zu diesen Gedanken zurückkehren.
Michaelische Gelderkenntnis: soziale Dreigliederung des mitteleuropäischen Volksgeistes. Die Dreigliederung ist die Christus gemäße Gestalt des sozialen Organismus. Heute leben wir in einer antichristlichen Sozialordnung, in einer vollkommen kranken Situation.

Alle Punkte kann man von den verschiedenen Feldern aus zur Entwicklung bringen:
Geistesleben – es kommt auf die geistige Produktion an Rechtssystem – im Rechtsleben ist der einzelne Mensch das richtige Maß – Gesetze gehen meist von einem völkischen Gesichtspunkt aus – „Ethnische Säuberung“ – Kofi Annan vertrat das, dass die Staaten nicht von Gruppen ausgehen dürfen, nicht von der Abstammung. Das Recht darf sich nur vom Individuum ableiten. Der Staat muss das Individuum schützen. R. Steiner hat den Rechtsstaat vertreten, er spricht schon vor fast 100 Jahren vom Rechtsstaat, vom Recht des Kindes auf Bildung z.B.

  • Alles ist heute auf das Ich gesellt – ethischer Individualismus
  • Was ist das Geld? – Repräsentant für Waren und Leistungen
  • Staat muss das Geld schützen – es ist das Pendant von etwas

Wirklichem, von Produktionsmitteln und Leistungen

Die Fähigkeiten haben nichts mit dem Gehalt zu tun.
Heute ist nur mehr 20 % Leistung oder Ware, der Rest ist Luft, d.s. 80 %!

Mehrere Billionen Geld sind verschwunden – der soziale Organismus hat versucht, das Geld herauszuschleudern. Im Geldsinne ist der Großteil nichts wert. Im sozialen Organismus gibt es falsche Vorgänge, in der Natur gibt es nur richtige Vorgänge, der soziale Organismus ist von Menschen gemacht. Im Geldkreislauf kreisen Dinge, die dort nicht hingehören wie z.B. Grund und Boden als Ware, Eigentumsrechte an Produktionsmitteln, Bewertung von menschlicher Arbeit in Geld.
Der Finanzkrise ist die Immobilienkrise (Wertverfall) vorausgegangen.
R. Steiner: Geld ist eine lebendige Abstraktion, durch die Geldbewertung werden zwei Vorgänge durcheinander geworfen – Grund und Boden kann keine Ware sein – das ist eine soziale Lüge, die in die Erde eingeführt wurde.
Gekauft wird das Recht, ein Grundstück zu nutzen, z.B. Marienhöhe – älteste sozialtherapeutische Einrichtung in der ehemaligen DDR – sie gehört heute einer Gemeinschaft, wurde von ehemaligen Eigentümern übertragen (österreichische Familie Bartsch)
Im Apokalypse-Zyklus schildert R. Steiner wie durch die Aktien Eigentumsrechte erworben werden, dadurch eine Trennung von Ich und Tätigkeit: persönliche Eigentümer sind immer ganz da; Aktionär ist Geldgeber, er will nur die Dividende bekommen, er ist ein „Investor“. In den Kernpunkten finden wir die vom Ich ausgehende Idee: Eigentum auf Zeit und nach Fähigkeit – die Verbindung zum Produktionsmittel ist die Ich-Verbindung. Aktien ermöglichen die Spekulation.
Aktien: Kapital ist losgelöst vom Menschen, das Ich hat keine Beziehung zu den Produktionsmitteln, keine Verantwortung für die Sache.
Das hat auch mit der Ich-Krise des Menschen zu tun.

Der menschliche Wille ist Ausdruck seines Ich, seines Schicksals, bestimmt durch das Karma. Die Arbeit des Menschen darf nur von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet werden. Trennung von Arbeit (Leistung) und Einkommen.

Michaelisches ist in einem Trinitarischen zu erkennen: z.B. Kaufen – Leihen – Schenken.
Das Prinzip des Leihens ist heute entartet. Deutschland hat aktuell 1,5 Billionen Staatsschulden – Abzahlung würde ohne Neuverschuldung ca. 150 Jahre dauern (Abhängigkeit!); humorvolles Beispiel Maria Theresias, die einen Krieg beendet, weil das Geld aus ist.
Da die meisten vergiftet sind von der Zeittendenz ist es wichtig, Beispiele zu geben dafür, dass es auch anders geht; auch wenn Hermes sehr klein ist.

Rudolf Steiner ist der wirkliche Praktiker.

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